SAP ECC 2027: Warum Ihr Eigencode jetzt dokumentiert werden sollte

Rund die Hälfte der SAP-Anwender im deutschsprachigen Raum wird das ECC-Wartungsende verpassen. Ein wichtiger Grund sind undokumentierte Eigenentwicklungen.

Ende 2027 endet die Standardwartung für SAP ECC. SAP bietet eine erweiterte Wartung bis Ende 2030 gegen einen Aufpreis an. Nach einer Umfrage der Anwendergruppe DSAG unter 198 Führungskräften plant etwa die Hälfte der Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die Frist 2027 zu überschreiten.

Woran es hakt

Als Gründe nennt die DSAG komplexe Systemlandschaften, fehlende Fachkräfte, parallele Projekte und begrenzte Budgets. Hinzu kommt ein Problem, das in vielen Unternehmen unterschätzt wird: Über Jahrzehnte sind tausende Eigenentwicklungen entstanden. Wer sie geschrieben hat, ist oft nicht mehr im Haus.

Warum Dokumentation der erste Schritt ist

  • Ungenutzter Eigencode muss nicht migriert werden. Jedes stillgelegte Programm spart Aufwand.
  • Was weiterhin gebraucht wird, lässt sich oft durch Standardfunktionen in S/4HANA ersetzen.
  • Für den Rest entsteht eine belastbare Grundlage für Aufwand und Budget.

Wie KI dabei hilft

Große Anbieter wie AWS, Microsoft und Fujitsu bringen inzwischen KI-Werkzeuge für die Modernisierung von Altcode auf den Markt. Für ABAP-Eigenentwicklungen kann KI Zweck, Ablauf und Abhängigkeiten in verständlicher Sprache beschreiben. Erfahrene SAP-Entwickler prüfen die Ergebnisse. So wird die knappe Zeit der Fachleute für die eigentliche Migration frei.

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