Branche: Versicherungen
KI für Versicherungen
Versicherer haben viele Kontakte mit gleichem Muster: Schadenmeldung, Adressänderung, Fragen zu Beitrag und Vertrag. Dazu kommen Bestandsdaten aus mehreren Systemen und Bedingungswerke aus vielen Jahrgängen. KI hilft, wenn sie auf saubere Daten zugreift und in den Rahmen passt, den DORA, Datenschutz und Schweigepflicht setzen.
- Typische Anliegen
- Schadenmeldung, Vertrags- und Adressänderung, Beitragsfragen, Anfragen von Vermittlern
- Daten
- Bestandssysteme mehrerer Sparten, Partnerdaten, Bedingungswerke und Annahmerichtlinien
- Rahmen
- DORA, DSGVO, § 203 StGB, KI-Verordnung
Typische Ansatzpunkte
Wo KI in der Branche am meisten bringt
Vier Ansatzpunkte, an denen KI in der Versicherung schnell messbar wird:
Schadenmeldungen rund um die Uhr aufnehmen
Ein Voicebot nimmt die Erstmeldung strukturiert auf: Vertrag, Hergang, Zeitpunkt, Kontakt. Die Schadenabteilung bekommt einen vollständigen Fall statt einer Rückrufbitte. Über die Regulierung entscheidet weiterhin ein Mensch.
CRM-DatenbereinigungPartnerdaten über Sparten bereinigen
Dieselbe Person als Kundin in Kfz, Hausrat und Leben, mit drei Schreibweisen und zwei Adressen: Eine Dublettenprüfung schafft die Grundlage für Service, Vertrieb und jede KI, die auf den Bestand zugreift.
WissensmanagementBedingungen und Annahmerichtlinien auffindbar machen
Welche Bedingungen gelten für einen Vertrag von 2014? Ein Wissensassistent sucht in Bedingungswerken, Annahmerichtlinien und internen Anweisungen und nennt die Fundstelle. Das entlastet Innendienst und Vermittlerbetreuung.
KI-IntegrationCopilot und Bestandssysteme sicher verbinden
Microsoft 365 Copilot oder ChatGPT Enterprise sollen Vertragsdaten nutzen, aber nur mit den Rechten der jeweiligen Person und mit Protokoll. So bleiben Zugriffe nachvollziehbar, wie es Revision und Aufsicht erwarten.
Was dazugehört
Regeln, die in der Branche mitgeplant werden
DORA statt VAIT
Seit 17. Januar 2025 gilt für Versicherer der Digital Operational Resilience Act, die VAIT sind aufgehoben. Ein KI-Dienstleister gehört damit ins Informationsregister, und der Vertrag muss die DORA-Anforderungen erfüllen. Die nötigen Angaben bekommen Sie vor Projektstart.
Schweigepflicht und Gesundheitsdaten
Für Kranken-, Lebens- und Unfallversicherer gilt die Schweigepflicht nach § 203 StGB, Dienstleister werden entsprechend zur Verschwiegenheit verpflichtet. Gesundheitsdaten sind besonders geschützt und werden nur verarbeitet, wo die Aufgabe es erfordert.
KI-Verordnung
Risikobewertung und Preisbildung in der Lebens- und Krankenversicherung gelten als Hochrisiko-Anwendung, mit Pflichten ab Dezember 2027. Ein Voicebot für die Schadenmeldung gehört nicht dazu, muss sich aber als KI zu erkennen geben.
Pflichten und Fristen im Überblick: KI-Verordnung · Sicherheit und Datenschutz
Messbar
Woran sich der Nutzen messen lässt
Welche Kennzahlen zählen, legen wir vor dem Start gemeinsam fest. Gemessen wird mit Zahlen aus Ihren Systemen, vorher und nachher.
- Zeit von der Schadenmeldung bis zum vollständigen Fall
- Anteil der Erstmeldungen ohne Rückfrage
- Erreichbarkeit bei Spitzen, etwa nach einem Unwetter
- Suchzeit im Innendienst für Bedingungen und Richtlinien
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Layerstone ist neu gegründet. Statt Referenzen zeigen wir, wie ein Ergebnis aussieht: in den Beispielergebnissen und in der Live-Demo.
Weitere Branchen
Darf ein Voicebot Schadenmeldungen aufnehmen?
Ja. Er muss sich zu Beginn als KI zu erkennen geben, und die Daten werden nach den Regeln der DSGVO verarbeitet. Die Entscheidung über die Regulierung bleibt bei Ihren Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern.
Was bedeutet DORA für ein KI-Projekt?
Der KI-Dienstleister ist ein IKT-Drittdienstleister im Sinne von DORA. Er wird in Ihr Informationsregister aufgenommen, und der Vertrag enthält die dort geforderten Punkte, etwa zu Sicherheit, Orten der Datenverarbeitung und Kündigung. Die dafür nötigen Angaben stellen wir bereit.
Ist KI in der Versicherung eine Hochrisiko-Anwendung?
Nur in bestimmten Fällen. Die KI-Verordnung nennt KI zur Risikobewertung und Preisbildung in der Lebens- und Krankenversicherung. Für Kundenservice, Schadenaufnahme oder Wissenssuche gelten die allgemeinen Pflichten, vor allem der Hinweis, dass eine KI spricht oder schreibt.
Können auch Vermittler den Wissensassistenten nutzen?
Ja, wenn Sie das wollen. Welche Inhalte Vermittler sehen, legen Sie über Berechtigungen fest, zum Beispiel Produktinformationen und Annahmerichtlinien, aber keine internen Kalkulationsgrundlagen.
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